Eingreifen bei Diskriminierung in der Zusammenarbeit mit Eltern

Gesellschaftliche Machtverhältnisse, Vorurteile und die Diskriminierung von Menschen aufgrund bestimmter (zugeschriebener) Merkmale und Zugehörigkeiten machen auch vor der Kita nicht halt. Es kann vorkommen, dass sich z. B. Eltern gegenüber Kindern, Kolleg*innen2 und anderen Familien in der Kita abwertend und diskriminierend äußern und verhalten. Werden pädagogische Fachkräfte Zeug*innen von demokratiefeindlichen, also beispielsweise von rassistischen, homo- und transphoben oder antimuslimischen Handlungen, ist eine klare Positionierung zum Schutz der ausgegrenzten Kinder und Erwachsenen gefragt. Dies ist herausfordernd und es bedarf einiger Übung, kompetent und unmittelbar auf Diskriminierung zu reagieren, und gleichzeitig den Kontakt mit den diskriminierenden Eltern im Sinne einer Erziehungspartnerschaft aufrecht zu erhalten.

Im Workshop werden wir uns mit diesbezüglichen Hemmungen, Unsicherheiten und Strategien anhand konkreter Praxisbeispiele auseinandersetzen.

Referent*innen: Brigitte Johanna Will (cis/weiblich) ist Sozialpädagogin und engagiert sich seit vielen Jahren für ihr Herzensanliegen der Inklusion in der Frühpädagogik, u.a. auch als Kitaleitung. 2019 gründete sie ihr eigenes Unternehmen Beratung & Coaching für Kitas in Bayern und bietet Kitaleitungen und -teams Lernräume für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung© , Inklusion, Partizipation, Kinderschutz und die Zusammenarbeit mit Eltern.

Mercedes Pascual Iglesias ist Referentin für Antirassismus und Antidiskriminierungsarbeit, Multiplikatorin für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung und Redakteurin von „Vielfalt Das Bildungsmagazin“ bei der Integrationsagentur AWO Mittelrhein e. V.


2 Das Gender-Sternchen (*) wird verwendet, um möglichst alle Geschlechter mit einzuschließen.