Moderierter Austausch: Aktivwerden gegen Diskriminierung, Herabwürdigung und Einseitigkeiten anhand konkreter Praxisbeispiele Einholen der Kinderperspektive als Möglichkeit des Intervenierens in der Kitapraxis
Moderierter Austausch zu Fallbeispielen
Der Alltag in Kita und Schule konfrontiert mit zahlreichen Situationen, in denen Herabwürdigungen, Ausgrenzungen oder Diskriminierungen vorkommen. Solche Situationen fordern das unmittelbare Aktivwerden heraus. Dieses muss ergänzt werden um mittel- und langfristige Strategien zur Demokratisierung der Entscheidungsverfahren, der täglichen Abläufe und der Kommunikation. Sie dienen insgesamt der Etablierung einer demokratischen Kultur.
Ein wesentlicher Aspekt beim Interpretieren konkreter Spannungs-Situationen ist die Berücksichtigung des Machtungleichgewichts zwischen Erwachsenen und Kindern. Das Einholen der Perspektiven der Kinder kann selbst zur Strategie des Aktivwerdens gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit werden, insofern damit adultistische Einseitigkeiten aufgebrochen und die üblicherweise dominanten Stimmen der Erwachsenen ergänzt und erweitert werden.
Mittels einem moderierten Austausch möchten wir an konkreten Fallbeispielen aus Kitas und Schulen arbeiten: Was sagen Kinder über die pädagogische Arbeit der Fachkräfte? Wie nehmen sie Situationen wahr? Zu welcher Art von Intervention fordern sie uns auf? Wie können wir die jeweilige Intervention angehen? Strukturierende Fragen werden helfen, zu jedem Fallbeispiel alternative Interpretationen und Interventionen zu entwickeln. Diese werden daraufhin befragt, inwiefern sie geeignet sind, die Positionierung gegen Ungerechtigkeit zu verdeutlichen und gleichzeitig im Dialog mit den Beteiligten zu bleiben.
Referent*innen: Nuran Ayten, Stefanie Breining, Gabriele Koné, Katrin Macha & Petra Wagner (ISTA/Fachstelle Kinderwelten)